Font Size

Cpanel

Feuerwehrmarsch Landquart 2017

Bericht FW-Marsch Landquart 30. September 2017

Der Feuerwehr-Marsch in Landquart ist seit Dekaden traditioneller und zentraler Programm-Punkt im Vereinsleben der Feuerwehr Ebnat-Kappel. Dies entspricht zumindest der Sicht sämtlicher diesjähriger Teilnehmer, die im nachfolgenden Bericht so glaubwürdig wie möglich wiedergegeben werden soll.

Punkt 7 Uhr versammelte sich am 30.09.2017 eine ausflugs- und wanderlustige Gruppe vor dem Depot. Nach einem kurzen Gerangel um den Posten des Chauffeurs, es können einfach nicht alle gleichzeitig mit dem Sprinter fahren, machten wir uns auf den Weg, und bereits kurz nach dem ebenfalls traditionellen Bergpreis in Wildhaus fanden wir uns in der Autobahn-Raststätte Rheintal für den nicht weniger traditionellen Zwischenhalt mit dem vom Verein spendierten Kafi und Gipfeli inkl. Bedienung. Da diversen Teilnehmern die tatsächlich sehr hübsche Bedienung aber deutlich besser gefallen hätte als Gipfeli und Kaffee, musste kurz und unmissverständlich geklärt werden, dass sich "inkl. Bedienung" wegen des Budgets ausschliesslich auf die Überbringung von Kaffee und Gebäck in der sonst auf Basis Selbstbedienung funktionierenden Raststätte bezog. Dank den fachlich fundierten und tiefgreifenden Ausführungen eines in sämtlichen Beziehungsnetzen der näheren und weiteren Umgebung des Toggenburgs bewanderten Teilnehmers war schnell klar, dass es sich bei der Serviertochter eben genau um die ledige Schwägerin der vorderoberen Boden-Bäuerin handelte, die väterlicherseits eine Tante vom Hinterenboden-Chlepfgatter-Heiri war, der übrigens noch zwei alte Minimax-Pulverlöscher verwendet und damit seinerseits ein Bruder von der geschiedenen Tante des leider bereits seligen Chlapf-Köbis, dem Götti vom jungen Boden-Gabel-Sepp ist, woraus sich schliesslich der Model unserer Bedienung auch fraglos erklärte. Da aber den meisten von uns die Stunde zu früh und der Alkoholpegel noch deutlich zu tief für das vollständige Verständnis der wirklich sehr interessanten Zusammenhänge war, machten wir uns deswegen keine grossen Gedanken, sondern frisch gestärkt auf in Richtung Landquart.

Nach der Anmeldung unserer Athleten und der Stärkung im Restaurant Flora, dem Ausgangspunkt des Marsches, machten wir uns siegessicher auf den 17 km langen Marsch. Dieser überzeugte mit einer sehr schönen Streckenführung durch die herbstliche Umgebung von Landquart und, als diesjährigem Novum, mit bezeugter Sicht bis zum Matterhorn. Gerade dieses war aber innerhalb unserer Gruppe wegen des dichten Rauchs sehr schwierig zu erkennen, da die brandtechnische Vernichtung der mitgebrachten Räucherwaren eine mit grossem Ernst und Pflichtbewusstsein ausgeführte Zusatzdisziplin darstellte. Positiv ist zu vermerken, dass wegen des Rauchs weder Mücken noch Wespen auch nur die geringste Chance einer Annäherung hatten. Zudem zeigte sich dem erfahrenen Feuerwehrler, dass Rauchmelder in Landquart, zumindest im Bereich der Marschroute, deutlich robuster eingestellt sein müssen als diejenigen in der näheren Umgebung unserer Heimat. Möglich war aber auch, dass die Stützpunkt-Feuerwehr Landquart dank der schon von weitem aufsteigenden Rauchsäule stets wusste, wo sich unsere Gruppe gerade befand und daher Fehlalarme gut ausgrenzen konnte. Wie auch immer.

Der nicht nur schönste, sondern seit unserer Teilnahme in Landquart auch mit Abstand strengste Marsch, es ging tatsächlich zweimal etwa 10 bis 15 Meter bergauf, übertrumpfte den legendären Marsch von 2014 mit Ebnat-Aalener Beteiligung sogar noch um mehrere Potenzen. Sobald die für uns ungewohnte Höhenluft auf 500 müM jeweils wieder zum Sprechen ausreichte, frönten die in wechselnder Zusammensetzung wandernden Gruppen unserer Delegation tiefgreifenden Diskussionen vor allem feuerwehrtechnischer, verwandschaftgradlicher, aber auch hochkomplexer politischer Zusammenhänge, vor denen die normalerweise eher rechts einzustufende Haltung der SVP ganz klar als extrem links erscheint. Die vertieften Fachgespräche, auch über die korrekte Anlage und Ausgestaltung von Welleternit-Dächern, liessen sich nicht einmal von den obligatorischen Zwischenhalten an den drei Verpflegungs-Posten unterbrechen. Die Zusammenfassung der ausnahmslos interessanten Diskussions-Ergebnisse sowie der teilweise verwendeten Bezeichnungen würden aber sowohl den Rahmen des vorliegenden Berichts sprengen als auch die geltende Rechtslage leicht strapazieren, weshalb im Sinne der Sache davon abgesehen werden muss. Bekanntlich schweigen Stille und geniessen. Die Aussage ist zwar auch anders formuliert bekannt, gilt aber in der Feuerwehr Ebnat-Kappel nur so als wirklich korrekt.

Eh man sich's versah, befand man sich bereits wieder im Restaurant Flora hinter der Ziellinie, aber vor der neuen Herausforderung insgesamt mehrerer Meter Apfelkorn. Ganz offensichtlich wurde das traditionelle Siegergetränk jedoch nicht von allen Teilnehmern gleich geschätzt, zumindest beim sonst als nicht sehr wählerisch bekannten teilnehmenden ehemaligen Kommandanten, Bier ist und bleibt Bier, bestand der Verdacht, dass nicht näher bezeichnete Jugendsünden für die eindeutig als allergisch erkannten Abweisungs-Reaktionen verantwortlich sein mussten. Für unsere herausragenden Leistungen - alle Teilnehmer fanden die 3 Posten und schliesslich auch das Ziel, zudem wurde Landquart und Umgebung von einer unsäglichen Mücken- und Wespenplage befreit - wurden wir als traditionelle Teilnehmer und beste Gruppe überhaupt (Eigenbewertung) mit der goldenen Feuerwehr-Anhängermedaille sowie einem Pokal mit dem Modell eines alten Strahlrohres ausgezeichnet, was natürlich ausgiebig gefeiert werden musste. Wir stellten im Verlauf der Feier interessiert fest, dass sich nicht jedes Loch als Zigarrenhalter eignet, und erneut wurden sehr erstaunliche Verwandtschaftsgrade und auch politische Beziehungen bis hinaus zu den Föhntschinggen und dem Felsensepp auch für das Bedienpersonal des Flora offengelegt.

Mit dem ziemlich heftigen Wetterumschlag am Abend drohte eine ungebührliche Verdünnung der noch nicht konsumierten Getränke, weshalb wir uns beladen mit Medaillen, Ehrungen und Pokal auf die Weiterreise machten, welche traditionell vorerst einmal bis ins Schäfli Alt St. Johann geplant war. Der obligate Zwischenstopp in der Tobelsäge wurde interessanterweise nicht von allen bemerkt, und dank dem als Navi agierenden ehemaligen Kommandanten und Beifahrer kamen wir bereits in Unterwasser überraschend von der Strasse ab und genossen ein fantastisches Sightseeing by Night and Rain sogar ohne Aufpreis. Nach dem für alle sehr lehrreichen Zusatz-Event war dann der on-board-Biervorrat aber endgültig erschöpft und der Hunger soweit fortgeschritten, dass wir den Schäflisepp ohne weitere Zwischenstopps direkt und ohne Navi-Unterstützung ansteuerten.

Einmal mehr überraschte uns Sepp wie immer mit allen kulinarischen Köstlichkeiten seiner Küche, dieses Mal ergänzt mit einem vor allem äusserst feinen Gehör für unsere selbst abartigsten und daher meist nur sehr leise ausgesprochenen Wünsche. Auch wenn schliesslich das verlangte Salami-Frappé nicht zur Ausführung kam, so überzeugte doch das eine oder andere Dessert mit nicht ganz alltäglichen Variationen. Gault Millau der Extraklasse, so viele Punkte, wie sie dem Schäfli gebührten, gibt es gar nicht. Erneut erwies sich die Bedienung als sehr interessant, widerstand sie unseren wohlgelaunten Scherzen und Sprüchen anfänglich ohne jegliche Gesichtsregung. Für den ehemaligen Vereinspräsidenten verwies die Sprache sowie das grundsätzlich ernste Verhalten deutlich auf eine innerschweizerische Herkunft, was mit Bekanntgabe ihrer Nationalität (Tschechien) auch zweifellos bestätigt werden konnte. Eine solch tiefgreifende Menschen- und Sprachkenntnis verdient unser aller Respekt und Bewunderung. Bei der Bezahlung hatten wir unsere gestandene Innerschweizerin dann endlich soweit, dass sie ihre in der Tat erstaunliche Beherrschung nicht mehr länger wahren konnte und tatsächlich - lachte. Ziel erreicht, wir konnten uns an die Heimreise wagen, und nach einem halben Meter Appenzeller liess sich auch das Navi mit Erfolg neu programmieren. Trotz guter und durchaus mehrheitsfähiger Alternativen (z.B. Mitternachtsmesse in der Kirche Neu St. Johann, Epfelfest Ebnat-Aalen, Oktoberfest München) fanden wir Ebnat-Kappel schliesslich sogar im ersten Anlauf und dies sogar mit unserem Sprinter, den wir bei schönem Wetter wahrscheinlich bereits in Landquart für mehr Bier (und Cola für den Chauffeur) eingetauscht hätten.

Wir danken der Feuerwehr Landquart einmal mehr ganz herzlich für die grosse organisatorische Arbeit und freuen uns bereits auf die weiteren Märsche ab 2018!
(Text & Bilder: mast)


  • 001

Simple Image Gallery Extended

Hochzeit Vanessa und Marcel

Hochzeit von Vanessa und Marcel am 5. August 2017

Nach einer Pause von ziemlich genau zwei Jahren dürfen wir uns wieder auf ein Spalier für unseren geschätzten Kamaraden Marcel Epper und seine zukünftige Ehefrau freuen. An diesem sehr warmen Sommertag versammelten wir uns pünktlich im Feuerwehrdepot, um die gemeinsame Fahrt nach Hintergoldingen anzutreten...

 

Weiterlesen ...

Vereinsreise 2017

Feuerwehrreise 2017

Wenn am Samstagmorgen früh der Wecker klingelt und man sich mit viel Elan und Freude aus dem Bett schwingt, dann muss etwas Besonderes anstehen. So auch am 20. Mai 2017. Auf dem Programm stand die lange angekündigte Feuerwehrreise. In der vorab versandten Einladung war das Ziel zu entnehmen. "Besichtigung AKW Gösgen" stand da. Die wenigsten von uns konnten sich im Voraus ein Bild davon machen, wie es in so einem AKW von innen aussieht. Um kurz nach 7 Uhr besammelten sich bereits die ersten der 23 Mitreisenden am Bahnhof. Eine kurz Ansprache zum Ablauf und alle stiegen in den, in der Zwischenzeit eingetroffenen Car von Pirmin Waespi ein...

Weiterlesen ...

Kleinkaliberschiessen 2016

Bei schönstem Sommerwetter konnten unsere Schützen unter Beweis stellen, dass ihnen die Hitze auch ohne Brandschutzausrüstung nichts ausmacht. Mit ruhiger Hand wurden die Kugeln aus den Gewehren ins Ziel befördert.
 

Weiterlesen ...

Blaulichttag - TLF Einweihung

Blaulichttag - TLF Einweihung

Rund zweieinhalb Jahre nach den ersten Gedanken an ein neues TLF wurde dieses im Rahmen eines Blaulichttages eingeweiht. Dieser Tag sollte der Bevölkerung die Möglichkeit geben, verschiedene Blaulichtorganisationen und deren Partner näher kennenzulernen. Zu diesem Zweck wurden diverse Organisationen angefragt. Schliesslich stellten einige interessante Aussteller und Organisationen ihr Können unter Beweis...

 

Weiterlesen ...