Für di im Isatz
Am Sonntagabend ereignete sich auf der Kapplerstrasse im Dorfzentrum im Bereich der Baustelle ein Verkehrsunfall. Zur Schadensregulierung und Unfallaufnahme bot die Kantonspolizei St. Gallen die Feuerwehr Ebnat-Kappel auf: „Umleitung einrichten und Schaulustige fernhalten“, lautete die Alarmmeldung.
Sofort rücken wir aus: die einen Angehörigen der Feuerwehr direkt an den Schadenplatz, um Erste-Hilfe zu leisten, die anderen ins Depot. Eine einspurige, wechselseitige Verkehrsführung am Unfall vorbei ist nicht möglich. Verdankenswerterweise haben Jugendliche bereits improvisiert und begonnen, den Verkehr – so gut es ging – an der Unfallstelle vorbei zu lotsen. Wir können übernehmen und organisieren eine Umleitung. Gleichzeitig bitten wir die dutzenden Schaulustigen mit ihren Smartphones, doch bitte das Filmen und Fotografieren zu unterlassen und bitte weiterzuziehen, damit die Einsatzkräfte ungestört arbeiten können. Wir helfen danach, die Trümmerteile einzusammeln.
Trotz klarer Vorsignalisation mit Faltsignalen und Blitzleuchten sowie klar erkennbaren, reflektierenden Kleidern und aktiver Lenkung mit klaren Handzeichen ist nicht allen Verkehrsteilnehmenden sofort ersichtlich, warum sie am Sonntag von der Feuerwehr Ebnat-Kappel von der Hauptstrasse auf eine Nebenstrasse umgeleitet werden. Glücklicherweise sind die Angehörigen unserer Feuerwehr mit einer gehörigen Portion Geduld ausgerüstet. Gerne erklären sie an einem Sonntagabend auf einer Kreuzung den fragenden Verkehrsteilnehmenden den Grund dieser Unpässlichkeit und reden mit Engelszungen auf sie ein, dass sie doch bitte einfach der Beschilderung folgen sollen.
Unsere Freizeit für Ihre Sicherheit.
Im Einsatz
23. August 2026 | 09:02 Uhr | Alarmstufe 0.2
Während sich die einen für den sonntäglichen Gottesdienst bereit machen, beispielsweise für den Scherb-Gottesdienst der Evangelisch-Refoermierten Kirche, erhalten die Angehörigen der Feuerwehr Ebnat-Kappel einen Feuerwehr-Alarm per Pager, per SMS und per Telefonanruf: Brandmelde-Anlage in Wattwil. Sofort rücken wir mit unserem TLF aus, mit Blaulicht UND Martinshorn, damit wir an der Baustellenampel das besondere Vortrittsrecht in Anspruch nehmen dürfen. Vor Ort verschafft sich der Einsatzleiter der Feuerwehr Wattwil-Lichtensteig einen Überblick und kann ziemlich rasch Entwarnung geben. Er wartet noch, bis der Betreiber auf Platz kommt und die Brandmelde-Anlage zurückgestellt hat. Derweil können die Angehörigen der Feuerwehr den Rückzug antreten.
Im Einsatz
13. August 2026 | 05:11 Uhr | Alarmstufe 0.2
Es ist morgens früh, grösstenteils schläft Ebnat-Kappel noch. In einer Bank in Wattwil schrillt ein Brandalarm, und wir von der Feuerwehr rücken mit Blaulicht und Martinshorn aus. Das Wechselklanghorn weckt halb Ebnat-Kappel, das will das Schweizer Recht so. Denn Feuerwehrautos dürfen ein besonderes Vortrittsrecht nur in Anspruch nehmen, wenn sie Blaulicht UND Martinshorn eingeschaltet haben, beispielsweise das Rotlicht der Baustelle Kapplerstrasse überfahren oder mit mehr als der erlaubten 50 Stundenkilometer durchs Dorf fahren. Und weil die Alarmmeldung „Brand“ lautet, fahren wir in der ersten Welle mit Tanklöschfahrzeug (TLF), Rüstwagen und Mannschaftstransporter Sprinter (MT) aus.
Als wir auf dem Schadenplatz ankommen, verschafft sich der Einsatzleiter der Feuerwehr Wattwil-Lichtensteig bereits einen Überblick. Wir als unterstützende Feuerwehr halten uns bereit für die ersten Befehle. Die Erkundung zeigt keine unmittelbare Gefahr. Also warten wir auf eine verantwortliche Person, die das Gebäude aufschliessen kann. Doch das zieht sich in die Länge. Keine der verantwortlichen Personen scheint grosse Eile zu haben, das Gebäude aufzuschliessen.
Diese Zeit des Wartens auf die verantwortlichen Personen ist glücklicherweise nicht schädlich, sondern belastet nur das Milizsystem. Denn unsere Angehörigen der Feuerwehr arbeiten andernorts, können also nicht mit ihrer Arbeit beginnen, weil sie jetzt in ihrer persönlichen Schutzausrüstung in einem Fahrzeug der Feuerwehr Ebnat-Kappel in Wattwil auf eine verantwortliche Person der betroffenen Bank warten. In diesem Fall sind es unsere 17 Angehörigen der Feuerwehr Ebnat-Kappel plus die rund 30 Einsatzkräfte der Feuerwehr Wattwil-Lichtensteig. Getreu dem Motto: „Unsere Freizeit für Ihre Sicherheit!“
Im Einsatz
4. August 2026 | 16:19 Uhr | Alarmstufe 2
Aus einem Gewitter über dem Ebnat-Kappler Steintal hat ein Blitz in eine Scheune eingeschlagen und das Gebäude in Flammen gesetzt. Mit Alarmstufe 2 hat die Notruf- und Einsatzleitzentrale St. Gallen die höchst-mögliche Alarmstufe ausgelöst. Umgehend rückten wir mit dem TLF zuerst und danach mit allen anderen Fahrzeugen aus. Noch auf der Anfahrt gibt der Einsatzleiter erste Vorbefehle, damit am abgelgenen Ort schnell Wasser aus dem nächsten Bach angesaugt und über eine Transportleitung zum Schadenplatz gepumpt wird.

Beim Eintreffen steht das Gebäude bereits auf der gesamten Länge in Vollbrand. Vier Schweine können wir noch rechtzeitig aus dem Stall retten. In dieser ersten Phase geht es vor allem darum, das danebenstehende Wohngebäude zu schützen. Der Einsatz zeigt sich in verschiedenerlei Hinsicht als herausfordernd:
Mit Alarmstufe 2 wird automatisch auch die Nachbarfeuerwehr Wattwil-Lichtensteig mit Hubrette rund weiteren Einsatzmitteln aufgeboten. Zusätzlich hilft die Nachbarfeuerwehr Nesslau einerseits mit Führungsunterstützung, andererseits mit dem Aufbau des 4 Kilometer langen Wassertransport aus dem Gebiet Blomberg. Glücklicherweise zeigt sich im Verlauf des Einsatzes, dass sich die Situation stabilisiert und dieser nicht benötigt wird.

Die Naturgewalt des Blitzes hat rasch so starken Schaden angerichtet, dss die betroffene Scheune innerhalb weniger Stunden bis auf die Grundmauern niederbrennt. Der komplette Heustock muss aus der Scheune rausgebaggert werden und der Einsatz zieht sich bis in die tiefe Nacht hinein.
Intensive Nachlöscharbeiten und umfangreiche Retablierung
Ab 03.00 Uhr sorgt eine Brandwache für die Sicherheit und bekämpft die sporadisch noch auftauchenden Rauchschwaden. Am Mittwoch verteilen Bagger den Heustock auf der nahen Wiese, damit letzte Glutnester gelöscht werden und auskühlen können. Noch am Nachmittag werden drei 36 Kubikmeter grosse Mulden in ausserkantonale Kehrichtverbrennung abgeführt. Der restliche Heustock wird am Donnerstag mit acht Mulden an zwei verschiedene Kehrichtverbrennungen abgeführt und somit besteht keine Gefahr mehr eines erneuten Aufflammens oder eines einsetzenden Gärprozesses.

Schon ab Mittwoch und bis Freitag finden verschiedenste Aufräum- und Retablierungsarbeiten statt.
Das Kommando der Feuerwehr Ebnat-Kappel dankt allen Angehörigen der Feuerwehren Ebnat-Kappel, Wattwil-Lichtensteig, Nesslau, dem Sicherheitsverbund Region Wil und den Pikett der Gebäudeversicherung St. Gallen für den engagierten, ruhigen und sehr guten Einsatz. Durch das umsichtige Wirken der Feuerwehrleute, die konsequente Führung des Kaders und die vorausschauende Einsatzleitung konnte der Einsatz gezielt abgearbeitet werden. Ein Dank gilt auch allen Arbeitgebern für die kurzfristige Freistellung der Feuerwehrleute, die zur Verfügung gestellten Einsatzmittel und das entgegengebrachte Vertrauen. Ein zusätzlicher und grosser Dank gebührt allen Drittanbietern für die spontane Hilfestellung zur erfolgreichen Bewältigung dieses Einsatzes. Ohne dieses Mitwirken hätte sich der Einsatz noch über Wochen hingezogen.
Im Einsatz
-> hier geht’s zur Medienmitteilung der Kantonspolizei St. Gallen
-> hier geht’s zum Spendenkonto der Gemeinde Ebnat-Kappel für die Familie
04. August 2026 | 12:04 Uhr | Alarmstufe 0.2
„Traktor brennt auf Feld“ ist dieser Tage eine Alarmmeldung, die man nicht auf dem Pager lesen möchte: zu trocken ist die Vegetation. Rasch rücken wir zur Unterstützung unserer Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehr Wattwil-Lichtensteig aus. Die Rauchwolke sehen wir, doch der Einsatzleiter schafft die Ereignisbewältigung mit den eigenen Mitteln. So können wir nach kurzem Warten unverrichteter Dinge wieder abrücken und uns auf den nächsten Einsatz vorbereiten.
Im Einsatz
03. August 2026 | 16:10 Uhr | Alarmstufe 0.2
Brandmelde-Anlagen sind Frühwarnsysteme und sollen möglichst früh einen möglichen Brand erkennen und möglichst rasch die Feuerwehr alarmieren. Das kann zwar zu voreiligen Alarmen und/oder Fehlinterpretationen führen, doch wir von der Feuerwehr sind froh, wenn wir dann auch wieder abrücken können. Wie in diesem Fall, bei einer Brandmelde-Anlage in einem eher neuen Fabrikationsgebäude.
Im Einsatz
19. Juli 2026 | 00:07 Uhr | Alarmstufe 0.2
Schon lange nicht mehr, aber kurz nach Mitternacht wieder einmal rücken wir von der Feuerwehr Ebnat-Kappel zu einer bekannten Adresse in Wattwil aus. In einem Zimmer ist ein kleiner Brand ausgebrochen, und die Brandmelde-Anlage hat dies rasch detektiert. Als wir als Unterstützung am Schadenplatz eintreffen, sind unsere Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehr Wattwil-Lichtensteig bereits vor Ort. Sie haben die Lage erkundet und werden es alleine schaffen. Gleichzeitig sind auch unsere Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehr Nesslau am Aemelsberg im Einsatz. Das hören wir über den Funk mit. Aufgrund ihrer unklaren Lage rücken wir in Wattwil schnell wieder ab, um für allfällige Unterstützung zugunsten Nesslaus wieder bereitzustehen. Während unserer Rückfahrt wird klar, dass es uns nicht braucht, sodass wir von der Feuerwehr Ebnat-Kappel wieder retablieren können.
Hoffen wir auf wenige Einsätze, denn weiterhin herrscht im ganzen Kanton St. Gallen ABSOLUTES Feuer- und Feuerwerksverbot. Erlaubt sind einzig Elektro- und Gasgrills auf privatem Gelände, sofern sich diese nicht im Wald befinden. Feuerwerk darf nicht entzündet werden, nur der Verkauf ist weiterhin erlaubt, aber nicht das Entzünden!
Im Einsatz
17. Juli 2026 | 16:02 Uhr | Alarmstufe 0.1
Die kleinste Alarmstufe ist diese: 0.1. Sie bedeutet für die Offiziere der Feuerwehr Ebnat-Kappel einen Rückruf an die Notruf- und Einsatzzentrale (NEZ) der Kapo St. Gallen. Dieser Kleinstalarm ist denn auch immer eine Wundertüte und kann sich bis zum mehrstündigen Chemieereignis entwickeln. Dieses Mal nicht.

An diesem Freitag rücken wir während des herrschenden Feuer- und Feuerwerksverbots zu einer Abfallverbrennung im Wald aus. Zwar kann – gemäss telefonischer Rückfrage – der Brandherd mit einem Kübel Wasser gelöscht werden. Doch der Einsatz liegt abgelegen und bei dieser trockenen Vegetation ist unklar, wie lange der kleine Brand klein bleibt. Deshalb rücken wir dennoch mit Blaulicht und Martinshorn aus. Mit unserem Waldbrand-Wasserrücksack und einer Harke ist das Feuer rasch gelöscht. Die Kantonspolizei St. Gallen wird den unverbesserlichen Wiederholungstäter büssen und erneut anzeigen.
Im Einsatz
30. Juni 2026 | 09:48 Uhr | Alarmstufe 0.2
Der Alarm eines Verkehrsunfalls erreicht uns kurz vor 10.00 Uhr. Ein Auto und ein Motorrad kollidierten auf der Umfahrungsstrasse nach Krummenau. Ein zufällig vorbeifahrender Rettungswagen kümmert sich um die Personen.

Wir von der Feuerwehr Ebnat-Kappel organisieren in Absprache mit der Notruf- und Einsatzzentrale die Umleitung der Umfahrung, sichern den Schadenplatz und reinigen die Strasse von Öl und Flüssigkeiten. Nach Rücksprache mit der Kantonspolizei St. Gallen können wir nach der Unfallaufnahme die Strasse wieder freigeben und unser Material im Depot retablieren.
Im Einsatz
-> hier geht’s zur Medienmitteilung der Kantonspolizei St. Gallen
28. Juni 2026 | 19:27 Uhr | Alarmstufe 0.2
Heftiger Wind mit Regen peitscht über Ebnat-Kappel. Doch es bleibt bei „nur“ einem Alarm zu einem umgefallenen Baum, der eine Strasse blockiert. Ein Teil der Offiziere der Feuerwehr Ebnat-Kappel fährt direkt zum Schadenplatz, wo bereits private Helfer am Werke sind. Diese sind auch gut ausgerüstet und zusammen wird die Strasse zuerst gesperrt, danach geräumt.
Im Einsatz